Teilstipendiatin 2019/2020 - Texas


hico exp laras401Hey!
Das wird auch schon mein letzter Erfahrungsbericht sein, da ich aufgrund des Corona Viruses leider frühzeitig nach Hause geflogen bin. Trotzdem möchte ich noch von den restlichen Erfahrungen erzählen, die ich in den USA gemacht habe.
Vom 21.2 bis zum 23.2 hat das „Revive Weekend“ stattgefunden, was im Prinzip ein Camp von meiner Kirche war. Zusammen mit 9 anderen Mädchen habe ich dann in einer Gastfamilie gewohnt, um näher am Kirchen Campus zu sein. Am ersten Abend sind wir dann zur Kirche gefahren, hatten einen kurzen Gottesdienst und sind dann nach draußen gegangen.

Der komplette Parkplatz wurde umgebaut in einen Freizeitpark mit Riesenrad, verschiedenen Fahrgeschäften, Esssensstände und vielem mehr. Dort durften wir die nächsten 3 Stunden verbringen und es hat wirklich super viel Spaß gemacht alles auszuprobieren. Die nächsten 2 Tage bestanden aus Gottesdienst, Challenges und Freizeit in der Gastfamilie. Man muss dazu sagen, dass der Gottesdienst in der USA sich sehr von dem in meiner deutschen Kirche unterscheidet. Es wird sehr viel gesungen, vor Allem moderne Pop Lieder, getanzt, es gibt Lichteffekte und man darf alles mit dem Handy mitschreiben oder aufnehmen, wofür man in der deutschen Kirche wahrscheinlich sehr blöd angeguckt werden würde. Die Pfarrer mussten unter Anderem auch ihren Kopf in ein Aquarium mit Heuschrecken stecken, scharfen Aufstrich essen oder ihre Beinhaare wachsen lassen, was alles sehr lustig mit anzusehen war.

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hico exp laras408Natürlich hatte ich auch noch weiter Color Guard Competitions und Aufführungen, sowie Training nach der Schule. Außerdem habe ich in meiner Freizeit oft mit meinen Freunden etwas unternommen, wie zum Beispiel kochen, in Fitnessstudio gehen, mit den Hunden spazieren und vieles mehr.
Am 28.2 haben wir eine Freundin aus Chile verabschiedet und eine kleine Party gehabt. An dem Abend haben wir ein Lagerfeuer gemacht, an dem wir s’mores gegessen haben und einen großen Bildschirm, auf dem wir alle zusammen „Just Dance“ spielen konnten.

Ein paar Tage später bin ich mit meiner besten Freundin und 2 anderen Jungs zu einer Arcade gegangen, was im Prinzip eine Spielhalle für Jugendliche ist. Dort gab es Bowling, Air Hockey, Billard, und super viele kleiner Spiele und Automaten. Es hat super viel Spaß gemacht dort alle Sachen auszuprobieren und wir haben viel Zeit dort verbracht. Danach sind wir zu In-N-Out Burger gefahren, um dort zu Mittag zu essen. hico exp laras403Als nächsten waren wir in der Mall und dann ging es weiter zu einem Schwimmbad. Dieser Tag war auf jeden Fall einer meiner Highlights, da wir so viel in nur einem Tag unternommen haben.

Am 3.3. bin ich zusammen mit 11 anderen Tanzschülern nach Richmond zur Bush High School gefahren, um dort eine Tanzprüfung zu machen. Dabei ging es eigentlich nur darum zu schauen, wie gut die Schule das Fach Tanzen unterrichtet. Wir hatten dann 15 Minuten Zeit eine Choreografie zu lernen und diese dann zu präsentieren. Am Ende haben wir die Division 1 bekommen, was die beste Wertung ist die man bekommen kann und wir waren alle sehr glücklich.

Am 7.3. hätten dann unsere Frühlingsferien angefangen, jedoch sind wir schon 2 Tage vorher losgefahren, um ein College für meinen Gastbruder anzuschauen. Als erstes sind wir zu meinen Gast-Großeltern nach Nord Houston gefahren, da es von dort aus Näher zum Flughafen ist. Mein Gastvater und ich sind dann mit dem Auto nach Colorado Springs gefahren, während meine Gastmutter und mein Gastbruder geflogen sind. hico exp laras402Insgesamt hat die Autofahrt 18 Stunden gedauert, deshalb haben wir in Amarillo übernachtet. Am nächsten Tag haben wir eine College Tour bei UCCS (University of Colorado in Colorado Springs) mitgemacht und somit den ganzen Campus gesehen. Außerdem sind wir zum Naturgebiet „Garden of the Gods“ gefahren und haben uns die orangenen Berge angeschaut. Dann sind wir zum Abendessen nach Denver und von dort aus weiter zu einer guten Freundin meiner Gastmutter, bei der wir die nächsten Tage verbracht haben. In Fort Collins haben wir einen Skulpturen Garten angeschaut, die Altstadt und sind shoppen gegangen. Mit meinem Gastvater bin ich dann auch noch Bergsteigen gegangen, was wirklich cool war da ich davor noch nie so etwas gemacht habe. hico exp laras407Die Aussicht auf den Gipfel war wirklich unbeschreiblich, auch wenn das Wetter nicht das Beste war. Der nächste Stop unseres Roadtrips war in Santa Fee. Auf dem Weg dorthin sind wir durch die Rocky Mountains gefahren und haben die Grenze zu New Mexico überquert. In Santa Fee haben wir dann das älteste Haus der USA gesehen, und noch andere kleine Sehenswürdigkeiten wie das State House und Kirchen gesehen. Außerdem gab es dort super viele kleine Läden und Straßenhändler. Auf unserem Weg nach Ruidoso sind wir durch die White Sands gefahren, eine große Wüste aus weißem Sand. Dort konnte man auch mit einem Schlitten die Dühne runterfahren, was sehr viel Spaß gemacht hat. In Ruidoso haben wir auch noch einen Ausritt um einen See herum gemacht und auf einem Berg entlang. Die Aussicht von dort war einfach unbeschreiblich und generell war es eine sehr coole Erfahrung durch New Mexico zu reiten. Eigentlich hätten wir noch 3 weitere Tage dort verbracht, jedoch haben wir uns dann aufgrund des Corona Viruses dazu entschieden, früher nach Hause zu fahren. Trotzdem war dieser Roadtrip mit die beste Erfahrung in meinem Auslandsjahr und diese 2 Wochen werde ich definitiv nie vergessen.

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hico exp laras409Die nächsten paar Tage hat sich die Situation dann sehr stärk verändert: das Rodeo in Houston wurde abgesagt, was sehr traurig war da ich mich sehr darauf gefreut hatte. Am selben Tag wurde auch die komplette NBA Season abgesagt und im laufe der Woche auch Konzerte, Prom, Graduation und Schule generell auch. Als es noch erlaubt war sich mit Leuten zu treffen haben meine beste Freundin, ein Freund und ich ihren 17. Geburtstag mit einem Picknick auf der Ladefläche seines Trucks gefeiert.

Ab dann saß ich wie jeder andere auch zu Hause in Quarantäne (das war im April), da es dort wie in Deutschland auch dann eine Ausgangssperre gab. Zu dem Zeitpunkt haben meine Eltern und ich uns auch dazu entschieden, dass es sinnvoller für mich ist nach Hause zu fliegen. Die Umbuchung des Flugs und alle organisatorischen Sachen verliefen dann ohne Probleme.
Ein paar meiner besten Freundinnen sind dann noch Tschüss sagen gekommen, natürlich mit Abstand.
hico exp laras412Mein Gastvater hat ein Bild davon in Facebook gestellt und ein Fernsehsender hat uns daraufhin nach einem Interview gefragt. So kam es, dass ich 5 Stunden bevor ich heimgeflogen bin noch interviewt wurde und am nächsten Tag bei abc13 in den Nachrichten war.
Der Abschied von meiner Gastfamilie war natürlich sehr traurig aber wir haben schon ausgemacht, dass wir uns nächstes Jahr wieder sehen, in Deutschland oder Texas.
Mittlerweile bin ich seit 8 Wochen wieder zu Hause und habe noch täglich Kontakt mit meiner Gastfamilie und auch mit fast allen Freunden.

Auch wenn mein Auslandsjahr anders geendet hat als ich es mir vorgestellt hatte, kann ich nur sagen, dass es eine unglaubliche Erfahrung war und ich dankbar bin für alles was ich dort erleben durfte.

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