Herbst-Semester 2012 - Santa Barbara City College, Kalifornien


ca-moritz01aHallo, mein Name ist Moritz und in diesem Erfahrungsbericht möchte ich etwas über meinen fast 5 Monate langen Aufenthalt in Kalifornien und dem Besuch am Santa Barbara City College erzählen.

Der Gedanke, einmal einen etwas längeren Auslandsaufenthalt zu wagen, erfasste mich, als andere Schüler in der 12. Klasse wieder zurück von ihrem Auslandsaufenthalt nach Deutschland kamen und von ihren tollen Erfahrungen berichteten. Ich war so fasziniert von diesen Geschichten, dass ich mich mit HiCo in Verbindung setzte und darüber rätselte, was ich denn direkt nach dem Abitur tun wollte. Travel and Work oder doch eher ein College besuchen- Kanada

oder Amerika?! Nach langem hin und her entschied ich mich für das amerikanische SBCC (Santa Barbara City College). Die Stadt, der Campus und der Fakt, dass es keine Einrichtungen wie die amerikanischen Community Colleges in Deutschland gibt bewegten mich letztendlich dazu, diesen Schritt zu tun.

Natürlich war der Abschied von Familie, Freunden und besonders Freundin kein leichter, ich freute mich aber auch schon sehr auf all das neue das mich erwarten würde und so stieg ich voller Erwartungen in den Flieger.

ca-moritz04In Santa Barbara angekommen war ich schon alleine von der Aussicht überwältigt- Berge und Meer, alles auf einen Blick! Meine Gastfamilie war ein nettes Ehepaar mit einem Baby. Gleich am ersten Morgen besuchten wir die große Fiesta, ein Festival, das jedes Jahr Anfang August stattfindet. Dort konnte man gut Essen und eine Parade mit vielen Pferden bestaunen. Am Abend besuchten wir noch ein Rodeo bevor ich völlig erschöpft in die Federn fiel.

Die Woche darauf nahmen die neuen Studenten für das College an verschiedenen Assessment Tests teil, die unsere Mathematik und Englisch Kenntnisse einstufen sollten und bekamen schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Leben am Campus. Dieser wurde die kommende Woche durch eine Orientierungsklasse noch gefestigt, in der wir uns mit anderen internationalen Studenten unterhielten, Kurse wählten und Tipps bekamen, wie man in einen schon vollen Kurs noch reinrutschen kann.

Da der richtige Unterricht aber erst einen halben Monat später beginnen sollte kamen ich und ein anderer deutscher Student (auch von HiCo) auf die Idee, ein paar Reisen zu unternehmen. Wir besuchten die Schule, an der mein Gastvater lehrte und schrieben uns beim dortigen Adventure Travel Service für Reisen nach Las Vegas, San Francisco und eine Outlet Mall ein.

Zu Las Vegas kann ich nur sagen, es ist genauso wie man es sich vorstellt. Wir besuchten die großen Casinos, fuhren nachts in einer riesigen Limousine und machten auf dem Rückweg sogar noch an einer der alten, heutzutage verlassenen Goldgräberstädte in der Wüste Nevadas halt. In San Francisco hatten wir vor allem wettertechnisch Glück- die Golden Gate Bridge war wolkenlos zu erkennen, ein tolles Erlebnis.

ca-moritz02Zurück in Santa Barbara begann auch schon der erste Tag am College. Anfangs war es schon stressig mit den Kurswahlen und Bücherbesorgungen. Die neuen Mitschüler jedoch waren alle sehr nett und hilfsbereit. Die Amerikaner wollten einem helfen, die anderen internationalen Studenten selbst Kontakte knüpfen. Auch die Lehrer waren immer sehr hilfsbereit und vor allem nett! Man merkte richtig, dass sie auch unterrichten wollten.

Nach kurzer Zeit verfestigte sich meine Freundschaft zu einem deutschen namens Torben und einem amerikanischen Studenten namens Sean so sehr, dass wir uns auch außerhalb der Unterrichtszeiten oft trafen. So kamen wir in Kontakt mit dem amerikanischen Freundeskreis meines Mitstudenten. Viele Abende wurden zusammen bei den Batting Cages, auf einer Couch oder in der Stadt bei einem guten Essen und im Kino zusammen verbracht. Hier lernte ich das echte kalifornische Feeling kennen!

Vor allem war ich nun auch froh, dass man als College Student über viel mehr Freiheiten verfügt als ein Highschool Schüler. Ich durfte abends so lange wegbleiben, wie ich wollte, nur sollte ich vorher bescheid geben. Auch Übernachtungen bei Freunden waren so kein Problem.

Das Schulleben war zwar manchmal stressig, vor allem bei den Midterms und den großen Finals, aber auch oft lustig und spannend. Die Aussicht, die der Campus bietet, ist phänomenal. Das Meer nur einen Katzensprung von 5 Minuten per Fuß entfernt und mit Blick auf die wunderschöne Riviera Santa Barbaras.

ca-moritz03Nachdem ich alle Finals hinter mich gebracht hatte, startete ich dann eine letzte Reise. Es ging zusammen mit Sean und Torben in dem Van von Seans Mutter für die letzten 4 Tage nach Los Angeles. Wir befuhren den tollen Pacific Coast Highway, der sich am Meer von Süd- bis Nord Kalifornien zieht, durch Malibu mit den riesigen Villen bis nach Los Angeles. Dort angekommen besuchten wir erstmal ein großes Kino und schauten den damals neu erschienenen „Hobbit". Den nächsten Tag verbrachten wir bei leider etwas regnerischem und ganz un-kalifornischem Wetter bei Venice Beach und am dritten und letzten Tag vor meinem Abflug besuchten wir den Walk of Fame und Grauman's Chinese Theatre.

Der Abschied war natürlich traurig, da sich eine feste Freundschaft aufgebaut hatte, dennoch versprachen wir uns alle gegenseitig, uns zu besuchen.

Zuhause angekommen war es wie man es gewohnt war. Ich wurde begrüßt, habe alle meine Freunde, Bekannten und Familie wieder gesehen und mich auch sehr darüber gefreut, wieder daheim zu sein. Amerika vermisse ich trotzdem!

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