Schuljahr 2013/2014 - Brockenhurst College


hico-laurena-2014-01Adventure: England

4 Monate in einem fremden Land mit einer fremden Sprache in einer fremden Familie. Alles so fremd ... Kann das gut gehen?
Diese Frage schwirrte in meinem Kopf, trotzdem lockte mich das Ausland unbeschreiblich. Na dann mal los: Bewerben, Vorbereiten, Koffer packen und weg! England, here I come. Ich fuhr zum Flughafen aufgeregt wie nie. Als ich schließlich englischen Boden unter den Füßen hatte, konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lächeln. Das Abenteuer konnte beginnen :)

 

Zu meiner Gastfamilie bin ich durch einen Transfer-Service gelangen. Wir hatten zwar erst ein paar Problemchen das Haus zu finden, aber durch Zufall landeten wir dann direkt vor der Haustür. Ich hatte ein bisschen Angst zu klingeln, denn ich hatte ja keine Ahnung was für Leute mich hinter den Türen erwarten. Außer einem Telefonat hatte ich keinen Kontakt zuvor mit meinen Gasteltern und alles was ich wusste war, dass ich einem Haus von einem älteren Ehepaar lebe mit noch einer anderen Austauschschülerin aus Brasilien.

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Ich stand also da mit dem Finger kurz vor der Klingel. Ich habe ernsthaft den Mann vom Transfer-Service gefragt ob ich wirklich klingel soll. Er hat mit kräftiger Stimme "Of course!" gesagt und dann hab ich geklingelt. Mein Herz raste so schnell vor Aufregung, bis eine Frau mit einem großen Lächeln im Gesicht mir herzlich öffnete. Sie umarmte mich und freute sich so sehr, dass ich da war. Ich hab mich sofort wohl gefühlt! Sie bat mich rein, half mir mit dem Gepäck und führte mich erstmal direkt ins Wohnzimmer wo mein Gastvater wartete. Auch er war total lieb! Sie setzten mich aufs Sofa und löcherten mich erstmal mit Fragen: Wie war die Reise? Wo komm ich her? Was für Fächer hab ich in der Schule? ... Das ganze Englisch machte mich so müde :D Ich konzentrierte mich so stark, dass man mir angesehen hat wie kaputt ich plötzlich war. Daraufhin hat mir meine Gastmum die Wohnung gezeigt in der ich mit meiner Gastschwester (die zur Zeit noch in der Schule war) teilen werde. Ich muss dazu sagen, dass wir sozusagen eine Wohnung für uns hatten. Meine Gasteltern haben unten gelebt und oben war eine Wohnung eingerichtet mit Küche, Badezimmer, Wohnzimmer, ... damit Freunde über Nacht bleiben können zum Beispiel. Oder eben so wie meine Gastschwester, die übrigends Luiza hieß, und ich. Natürlich haben wir nicht selbst gekocht. Außer Brigadeiro (brasilianische Schokolade) und das Frühstück haben wir nie etwas selbst gemacht.

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Naja, auf jeden Fall hab ich dann ausgepackt, mich total gefreut und mich mit meinem neuen Heim bekannt gemacht. Ich bin wider nach unten gegangen als ich fertig war mit auspacken und kurz darauf kam denn auch Luiza nach Hause. Unsere aller erste Begegnung. Wir haben uns auf Anhieb verstanden, ich war wirklich glücklich mit allem.
Die ersten Tage vergingen dann wie im Fluge. Mein erster Tag am Brockenhurst College war echt cool. Ich hab gleich neue Leute kennen gelernt die auch aus anderen Ländern kamen. Wir blieben die ganz Zeit zusammen und wurden schließlich alle unzertrennlich und richtig gute Freunde. Ich belegte die Kurse English Language, Fine Arts, Music und Psychology. Außerdem hatten internationale Schüler einen separaten Englisch Kurs der sich ESOL nannte. Mir gefielen meine Kurse echt gut. Auch wenn ich nicht die besten Noten hatte, besonders in Music und Psychology, hatte ich echt Spaß im Unterricht und hab viel gelernt. Nach und nach lernt man auch die englischen Schüler gut kennen und man fühlte sich echt wohl in den Stunden.
Am Wochenende habe ich mich hauptsächlich mit Freunden getroffen oder wir haben Städte besucht wie zum Beispiel London (!!!), Oxford, Bath und Brighton. Am besten haben mir London (!!!) und Bath gefallen. Die anderen Städte waren aber auch ziemlich schön! :)

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Wir haben echt viel erlebt. Es gab nicht ein Wochenende wo ich mal ordentlich ausschlafen konnte :D Sogar mein aller erstes: Ich bin an einem Freitag angereist und am Samstag bin ich dann mit Luiza und dem College Kanu gefahren und am Sonntag waren wir erstmal shoppen. Das darauffolgende Wochenende war fantastsich! Luiza und ich sind zusamman mit dem College (ja, das College bietet viele coole Sachen an) nach Devon (West England) gefahren um zu surfen. Es hat echt Spaß gemacht und war ein unvergessliches Erlebnis!
Als meine Zeit denn vorbei war, war es nicht leicht zu gehen. Ich wollte echt gerne länger bleiben, jedoch wollte das meine Schule hier in Deutschland nicht zulassen ohne dass ich das 10. Schuljahr wiederholen müsste. Meine Gastschwester erzählte mir an unserem letzten Tag dann, dass man ihr sagte, das Schwerste an einem Auslandsaufenthalt sei das Finden von Freunden. Aber das war falsch, denn das Schwerste war definitiv auf Wiedersehen zu sagen zu all den Freunden die man neu dazu gewonnen hat. Und das stimmte - ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie es sein wird zurück in Deutschland zu sein. In einer deutschen Schule mit meinen "alten" Freunden ohne die Personen mit denen ich so viel erlebt habe in England.

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Ich hatte eine großartige Zeit, in der ich viel gelernt habe. Nicht nur mein Englisch hat sich verbessert. Ich habe gelernt, dass die Welt doch ziemlich klein ist und jedes Land verrückte Hühner wie mich hat, die man einfach nur ins Herz schließen kann :D Ich habe gelernt, dass es einen Weg gibt zu egal welchen Plätzen und das Freundschaft mehr ist als nur zusammen abzuhängen. Freundschaft bedeutet zusammen magische Momente schaffen ... beim zusammen Abhängen :)
Diese 4 Monate werde ich nie vergessen. Genau so wenig meine neuen Freunde und die beste Gastfamile der Welt.

 

"Happiness is measured in the people around you." - Laurena Frederick

Ich hoffe damit kann man arbeiten :)
Nochmals vielen vielen Dank, dass ihr meinen Traum wahr gemacht habt!

Hier mein Blog!

Liebste Grüße, Laurena Frederick

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