HiCo Vollstipendiatin 2017/2018 - Illinois, USA


hico exp liska201Hi an alle die das hier lesen!

Um mal ganz von vorne anzufangen: Mein Name ist Liska, ich bin noch 15 Jahre alt und die diesjährige Stipendiatin von HiCo Education und unendlich dankbar dafür. So, nach dem wir die Vorstellung hinter uns haben, fang ich mal mit dem spannenden Teil meines ersten Berichtes an. Mitte Mai habe ich meine Gastfamilie erhalten und somit auch erfahren, dass ich in eine Kleinstadt namens Woodstock nach Illinois komme. Dort lebe ich nun mit wunderbaren Gasteltern und einem jüngerem, aber nicht kleineren, Gastbruder auf einer Farm etwas außerhalb. Wir, oder besser gesagt meine Gastfamilie, hat ein Pferd (bald zwei!!), drei Kühe, fünf Hühner, zwei Katzen und einen verkuschelten Hund. Das wären dann auch mal alle Randinfos.

Ich denke für mich war der aufregendste Tag meines Lebens der 08.08.2017, denn da hab ich mein Abenteuer gestartet. Allerdings ging es für mich erstmal nach New York zu einer Orientation.Ich bin echt gut in den USA angekommen und mit den Flügen hat alles ohne Probleme geklappt. Als ich in New York war hab ich so viel gesehen und erlebt, dass ich selbst nicht mehr genau weiß, was ich alles gesehen habe. Um mal ein paar bekannte Plätze zu nennen: Ich war im Central Park, Top of the Rock, China Town, Times Square, Brooklyn Bridge und ich habe die Freiheitsstatue gesehen und noch viel, viel mehr. Um es auf den Punkt zu bringen, es war unglaublich. 

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Das Hotel war toll, die Leute waren super nett und New York war einfach nur beeindruckend. Bevor ich in New York war hatte ich ungefähr 30 Bilder, danach hatte ich fast 300 Stück! Aber nicht nur unsere Gruppenleiter waren nett, sondern auch meine Zimmernachbarin aus Spanien. Sie war die einzige Spanierin in unserer Gruppe. Wir waren um die 70 Leute und 50 davon waren aus Deutschland! Nach vier spannenden und aufregenden Tagen in New York ging es für mich dann am 11. August weiter zu meiner Gastfamilie, die ich ja bereits etwas beschrieben habe. Wenn ihr euch fragt wie es ist die Gastfamilie zu treffen, dann kann ich das nur für mich beantworten, denn es ist für jeden anders. Ich für meinen Teil war super aufgeregt, aber nachdem ich meine Gastmom und meinen Gastbruder dann umarmt hatte (mein Gastdad musste arbeiten, ich habe ihn dann am Abend kennen gelernt), war ich nur noch super glücklich und habe mit der Sonne um die Wette gestrahlt.

Die Farm, auf der meine Gastfamilie wohnt, ist sehr hübsch und das Farmhaus echt gemütlich, wie auch mein Zimmer. In der kurzen Zeit, die ich jetzt hier bin habe ich schon ein Menge gesehen. Ich war im typisch amerikanischen Grocery Store, im riesigen Walmart und auf dem kleinen, aber feinen Markt in der Stadt. 

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Bis jetzt habe ich schon eine Menge Unterschiede feststellen können. Einmal sind die Amerikaner offener und freundlicher als die meisten Deutschen und es stimmt auch das Klischee, dass sie überall mit dem Auto hinfahren. Alleine gestern sind wir dreimal mit dem Auto hin- und hergefahren, nur im etwas aus der Stadt zu holen. Auf dem Markt haben mich die vielen verschiedenen Tomatenarten überrascht und die verschiedenen Brotsorten. Ehrlich gesagt finde ich das Brot hier viel besser als in Deutschland. Auch das Popcorn, was ich in Deutschland mit Zucker nicht mag, mag ich hier mit Karamell und Käse. Das ist mega lecker. Meine Gastmutter hat mir übrigens die High School gezeigt bevor ich überhaupt den ersten Schultag hatte. Auch hat sie mir eine Menge über die Stadt erzählt. Heute fahren wir noch zu ihrer Freundin um mich für Reitstunden anzumelden. Da sie selber auch Pferde haben, allerdings nur Wettkampfpferde für Westernreiten.
Ein paar Tage später am 17. August hatte ich dann meinen ersten Schultag an meiner High School, der Woodstock North High School. Gleich zu Beginn der ersten Stunde mussten wir alle aufstehen, die Hand auf das Herz legen und die ersten Zeilen von der Nationalhymne aufsagen. Kurz darauf ist mir aufgefallen, wie respektvoll die Schüler gegenüber dem Lehrer sind. Etwas, was hier auch anders ist, dass die Lehrer (oder zumindest die, die ich habe) mit viel mehr Begeisterung und Energie unterrichten. Bis jetzt gefällt mir die Art und Weise, wie hier unterrichtet wird, aber ich bin ja auch erst ungefähr sechs Wochen hier. Ich war wirklich glücklich darüber, dass ich gleich am ersten Tag schon neue Bekanntschaften geschlossen habe. So war ich auch nicht alleine beim Lunch, was übrigens nur 30 Minuten lang ist. Wie und wann soll man da bitte in Ruhe essen?! Entgegengesetzt meinen Erwartungen habe ich mich nicht gleich am ersten Tag verlaufen, Gott sei Dank. Denn obwohl meine High School, wie mein Schule in Deutschland, so um die tausend Schüler hat, sind die Gebäude der High School viel größer.

hico exp liska104Nach ein, zwei Stundenplanänderungen war ich dann auch komplett zufrieden mit meinem Stundenplan, welcher die normale PE Klasse, Varsity Band, English Composition, U.S. History, Lunch, AP Bio und Pre Calc./Trig. beinhaltet (das letzte ist übrigens ein Mathe Kurs). Wer jetzt denk AP?!? Ist die den verrückt?! Liegt vielleicht auch nicht ganz falsch, aber der AP Bio Lehrplan glich sich mehr mit dem in Deutschland, außerdem ist AP ganz anders als ich es mir zumindest vorgestellt habe. Wir haben eine extrem viel Spaß mit meiner Lehrerin und lernen eine Menge in AP Bio.

In meinen ungefähr fünf Wochen, die ich hier zu Schule gehe, habe ich schon viel erlebt. Ich war bei mehreren Schwimmwettkämpfen, da ich dem Schwimmteam beigetreten bin, habe verschiedene Sachen mit neuen Freunden unternommen und endlich mein erstes richtiges Football Game gesehen. Das Spiel war übrigens der Hammer, es war gefühlt die ganze Schule da und fast jeder hatte etwas in den Farben der Schule an. Ich habe das Spiel aus der Sicht eines Mitglieds der Marching Band betrachtet, obwohl ich bis jetzt erst einmal beim Marching mit gemacht habe.
Aber kommen wir jetzt mal zu anderen Unterschieden. Insgesamt habe ich vier verschiedene Spinde in der Schule. Zu allererst den ganz normalen Spind, dann der PE Spind, also der in den Umkleideräumen, wo man seine Sportsachen "lagert", diese beiden Spinde hat jeder. Meine anderen beiden sind etwas spezieller, nämlich einmal ein Spind im Bandraum, wo meine Klarinette und die Noten sind, und der andere wiederum ist in den Umkleideräumen für das Schwimmbad, beziehungsweise für den Pool. In dem Spind sind alle meine Sachen die ich für das Schwimmtraining brauche.
Ich könnte ewig so weiter machen und sooo viel erzählen, aber ich hoffe das war ein kleiner und interessanter Einblick in mein Leben hier in den USA.
PS: Nächste Woche ist Homecoming!! Ich bin so aufgeregt. Aber mehr dazu gibt es im nächsten Bericht <3

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